Michaela Zittlau :

" Es ist sehr schön,

wenn man einen Moment einfängt,

mit dem man nicht gerechnet hat.

Du kannst in 10 Jahren

vergessen haben, was passiert ist

und wenn du das Foto siehst,

weißt du es sofort wieder."

Die Selbständige Fotografin hat ihr Fotostudio – Momente im Fokus –

direkt im Herzen der Recklinghäuser Innenstadt.


Welche Tipps sie für euch hat, das könnt ihr im Interview mit ihr erfahren.

Hallo liebe Michaela, ich freue mich, dass du meine Einladung angenommen hast. Stell dich doch mal kurz den Lesern vor… Wie würdest du dich selbst beschreiben?

Ich bin sehr offen, habe meinen eigenen Kopf, bin kreativ und neugierig. Ich möchte die Menschen, wenn ich sie fotografiere, gerne kennenlernen und ehrliche Emotionen zeigen.

Du bist ins Fotografieren quasi rein gewachsen und dann nicht mehr davon weg gekommen? Was genau hat dich so fasziniert? 

Ich finde es sehr faszinierend, dass man so viele Möglichkeiten hat, den Menschen dar-zustellen. Du hast eine Person, 10 Fotografen und das Motiv sieht immer anders aus.

Und ganz ehrlich, was gibt es schöneres, als tolle Fotos von sich zuhaben? Wenn Leute

zu mir in den Laden kommen und sagen „Das wird sicher nichts, ich bin nicht so fotogen", den dann zu zeigen, dass sie auch schön sind, man von ihnen tolle Fotos machen kann, das erfreut mich immer aufs Neue.

Das Schöne an Fotos ist, dass man bestimmte Momente, noch einmal genauer betrachten kann,... Wie würdest du den Stil deiner Fotos beschreiben?

Also, erstmal natürlich! Das ist das wichtigste für mich. Ja gut, ein Pickel muss nicht unbedingt zu sehen sein. Trotzdem retuschiere ich sehr natürlich, nicht so flach und platt. Dann eine ganz klare Linie, nicht irgendwie so total kitschig oder verspielt. Ich bin auch kein Fan von Farbfiltern. Meine Priorität ist die Persönlichkeit der Personen einzufangen.

Oft nimmt man Situationen gar nicht so wahr, grade in Bezug auf Trauungen und das Hochzeitsfest, da rauscht der Tag so an einem vorbei...

Ja, vor allem, wenn das Paar mit dem Rücken zu den Gästen sitzt. Dann sehen sie nicht die Reaktion der Gäste und alles andere auch nicht. Ich fände es auch traurig, wenn sie das dann hinterher nicht erfahren können. Ich habe ganz viele Paare, die bei mir die Fotos sehen und dann sagen: „Ach, das hab ich gar nicht mitbekommen!“ Und das finde ich halt immer wieder schön.

Ich weiß ja, dass du dich Wort wörtlich richtig reinkniest, aber wie würdest du dich selbst bei deiner Arbeit, grade in Bezug auf Hochzeiten, beschreiben?

Ich bin die, die mit Kameraausrüstung und wenn nötig, Brauttasche /- strauß durch die Gegend rennt. Egal wie lange ich da bin, ich bin nicht nur für die Fotos da, ich versuche das Brautpaar zu unterstützen und ihnen eine schöne Zeit zu bereiten. Viele heiraten nur einmal und alles ist sehr aufregend für die Paare. Ich möchte, dass sie entspannt sein können. Sie sollen sich wohlfühlen, sie sich nicht schämen oder sich verstellen müssen, damit sie sich auf sich konzentrieren und gar nicht mehr die Kamera beachten. 

Was gefällt dir am meisten an der Hochzeitsfotografie und was sind deiner Meinung nach die idealen Voraussetzungen für das Entstehen schöner Bilder?

Eine meiner schönsten Hochzeiten, war eine Doppelhochzeit, ganz ohne Gäste. Dadurch waren die Paare ganz frei in ihren Emotionen, ohne Druck und konnten sich nur auf sich konzentrieren. Es gab so viele ehrliche Emotionen. Das ist was mir grade, an der Hoch-zeitsfotografie, so gefällt, das gibt es bei keinem anderen Shooting. Du hast nur den einen Augenblick und kannst das nicht wiederholen, daher ist es gut, wenn das Paar offen ist und sich ein bisschen vom Fotografen führen lässt. Man muss immer den  “Moment im Fokus“ haben, denn die Momente sind sehr kurz.

First – Look – Shooting, wie stehst du dazu?

Und was macht für dich ein perfektes Hochzeitsfoto aus?

Finde ich gut, wenn es nicht zu lange ist, wirklich nur der Moment, in dem sich das Paar das erste Mal sieht, damit es nicht in einem Brautpaar-Shooting ausartet. So ganze Shootings sehe ich ein bisschen kritisch, denn das Paar ist sehr aufgeregt, das sieht man ihnen auf den Bildern an. Die Anspannung fällt erst nach der Trauung, wenn beide Ja gesagt haben.


Lachen, ganz einfach, ein Paar, bei dem die Augen lachen, das sich anguckt und du merkst das Knistern.

Ihr möchtet noch mehr erfahren?

Momente im Fokus

Fotografie

Michaelas Portfolio